Gute Förderprojekte gibt es viele. Die eigentliche Führungsaufgabe beginnt dort, wo zwischen ihnen entschieden werden muss.

Förderstiftungen handeln innerhalb eines klar definierten Auftrags. Gleichzeitig verändern sich gesellschaftliche Herausforderungen, neue Themen gewinnen an Bedeutung und Erwartungen an Stiftungen entwickeln sich weiter. Führung bedeutet deshalb nicht, jedem Wandel zu folgen. Sie bedeutet, den eigenen Auftrag immer wieder im aktuellen Kontext zu reflektieren und daraus tragfähige Entscheidungen abzuleiten.

Leadership zeigt sich deshalb nicht erst dann, wenn eine Stiftung ihre Strategie überarbeitet. Sie zeigt sich in den Förderentscheiden, die Woche für Woche und Jahr für Jahr getroffen werden. Jede Zusage und jede Absage trägt dazu bei, das Profil einer Stiftung zu schärfen. Über Jahre entsteht daraus eine Linie, an der Förderstiftungen erkennbar werden.

Diese Verantwortung verteilt sich auf verschiedene Rollen. Der Stiftungsrat setzt die strategische Richtung. Die Geschäftsstelle bringt ihre fachliche Einschätzung ein und sorgt für die Umsetzung. Dort, wo Rollen klar sind und unterschiedliche Perspektiven zusammenfinden, entstehen tragfähige Entscheidungen. Gute Governance schafft dafür den Rahmen.

Wie eine solche strategische Standortbestimmung aussehen kann, zeigen wir im Impuls

Leadership zeigt sich auch im Umgang mit Erwartungen. Neue Themen, gesellschaftlicher Druck oder öffentliche Debatten können dazu führen, dass Förderstiftungen ihre Ausrichtung hinterfragen. Das gehört zu einer verantwortungsvollen Führung. Dabei helfen Fragen, die den Blick nicht nur auf einzelne Förderentscheide richten, sondern auf die langfristige Ausrichtung einer Stiftung. Solche Überlegungen bündeln wir auch in unseren strategischen Fragen.

Wie eine solche strategische Standortbestimmung aussehen kann, zeigen wir im Impuls «Reflexion und Ausrichtung – den Wandel gestalten».

Leadership in Förderstiftungen zeigt sich nicht in möglichst vielen Initiativen. Sie zeigt sich dort, wo Verantwortung übernommen wird, indem Entscheidungen auch unter veränderten Rahmenbedingungen einer erkennbaren Linie folgen.

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