Künstliche Intelligenz verändert, wie wir Informationen verarbeiten, Inhalte erstellen und strategische Fragen bearbeiten. Analysen, Recherchen und erste Lösungsansätze entstehen heute in kürzester Zeit. Was bedeutet das für Strategieberatung?
Die aktuelle ZHAW-Trendstudie zur Unternehmenskommunikation von Nicole Rosenberger und ihrem Team zeigt: Während generative KI längst zum Arbeitsalltag gehört, gewinnen Urteilsvermögen, strategisches Denken und Beratungskompetenz an Bedeutung.
Das leuchtet ein. Denn mit den neuen Möglichkeiten wächst auch die Zahl der Optionen. Neue Technologien, veränderte Erwartungen und neue Formen der Zusammenarbeit erzeugen laufend Handlungsdruck. Gerade kleinere Unternehmen und Stiftungen können und müssen nicht jede Entwicklung mitmachen.
Strategiearbeit beginnt deshalb mit der Unterscheidung: Was ist für unsere Ausrichtung tatsächlich relevant? Wo müssen wir handeln? Was wollen wir bewahren? Und was können wir bewusst lassen?
Ähnliches gilt für die Kommunikation. Inhalte lassen sich heute schnell und in grosser Menge produzieren. Gleichzeitig wird Aufmerksamkeit knapper. Umso wichtiger sind eine klare Identität und ein gemeinsames Verständnis davon, wofür eine Organisation steht. Daraus entstehen Leitplanken, die allen Orientierung geben, die kommunizieren und dafür sorgen, dass das eigene Profil auch bei wachsender Menge an Inhalten erkennbar bleibt.
Der Wert von Strategieberatung liegt damit immer weniger darin, zusätzliches Wissen bereitzustellen. Wichtiger wird es, Entwicklungen einzuordnen, unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen, Prioritäten zu setzen und eine klare Ausrichtung zu entwickeln.
Technologie erweitert unsere Möglichkeiten. Die Frage, welche davon für die eigene Organisation wirklich zählen, bleibt.
